Sparkling science

Sparkling Science - Forschungsprojekt mit dem Joanneum

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Die 4. Klasse hat die Gelegenheit, mit dem Joanneum Graz ein Forschungsprojekt zu starten, das im folgenden
Schuljahr zu Ende geführt wird. Mit dem Projektleiter Mag. Dr. Werner Kammel? werden unsere Schülerinnen und?
Schüler eine Bestandserhebung über die Situation heimischer Amphibien- und Reptilienarten durchführen. Mit?
unterschiedlichen Methoden unter ? wissenschaftlicher Anleitung wird unsere 4. Klasse eine interessante ? Form ?
der Projektarbeit kennenlernen. Bei einem Elternabend mit den SchülerInnen? stellte Mag. Dr. Werner Kammel
dieses Projekt vor.

In der sogenannten Stoppwoche (2. und 3. Klasse ist auf Schikurs) beginnt die 4. Klasse mit dem Projektleiter Dr. Werner Kammel?
mit den Einführungsarbeiten. Dieses Projekt erstreckt sich über das 2. Semester und findet im nächsten Schuljahr seine Fortführung.

Zur Information:

Amphibien und Reptilien im menschlichen Siedlungsraum

Amphibien und Reptilien zählen zu den am meisten gefährdeten Organismen. Neben globalen Faktoren wie Klimawandel und Krankheiten
spielt der Verlust an Lebensräumen die entscheidende Rolle auf lokaler Ebene. In unseren Breiten kommt besonders zu tragen, dass?
etliche Arten ähnliche Raumansprüche wie der Mensch besitzen und thermisch begünstigte Tallagen mit aufgelockerter Vegetation bevorzugen.
Die meisten dieser Lebensräume gingen bereits im vergangenen Jahrhundert durch Verbauung, Trockenlegung oder intensive landwirtschaftliche Nutzung verloren.

In menschlichen Siedlungsgebieten mit ausreichendem Grünraum bestehen und entwickeln sich durch die Anlage von Kleingewässern?
(Gartenteiche, ?Biotope?) und Trockenstandorten (Steinschlichtungen, Trockenwiesen, Gebüsche) zunehmend bedeutende alternative?
Überlebensmöglichkeiten. In manchen Regionen stellen diese neben industriell bedingten Standorten wie Abbaugebieten letzte Refugial-
räume einzelner Arten dar.

Die Kenntnisse zum Vorkommen von Amphibien und Reptilien in menschlichen Siedlungsgebieten ist jedoch sehr gering. Das liegt vor allem daran,
dass private Gärten meist nicht zugänglich sind, und sich nur unter Einbindung der Bevölkerung kartieren lassen. Auch fehlen Daten, die die?
Auswirkungen der massiven anthropogenen Eingriffe in die natürliche Sukzession insbesondere von Kleingewässern und ihrer Amphibienfauna?
dokumentieren. Ein noch geringerer Wissensstand ist über Reptilienbestände in Siedlungsbereichen gegeben.

Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen Schüler/innen unter wissenschaftlicher Anleitung Bestandserhebungen in Gärten des
eigenen familiären Umfeldes durchführen. Sie bekommen dabei Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und lernen moderne
Forschungsmethoden praktisch anzuwenden. Erwartet wird eine deutliche Erweiterung des Wissensstandes zur Bestandssituation
gefährdeter heimischer Amphibien- und Reptilienarten in anthropogenen Siedlungsgebieten der südlichen Steiermark. Für die Forschung ergibt sich der Vorteil, dass ansonsten nicht zugängliche Areale bearbeitet und Informationen zu ?Historie? und anthropogenen Einflussnahmen wie Gestaltung und Pflege erfasst werden können.

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